App-Icon von Road4Trip: eine kurvige Strasse mit Kartennadel vor Abendhimmel
iPhone-App · 2026

Road4Trip

Routen mit mehreren Stopps planen, mit einem Tipp in Apple oder Google Maps abfahren – und festhalten, wo man schon war.

Version 2.2.1 im App Store Gratis iOS 17+ Apple Watch 4 Sprachen Ohne Konto
Im App Store laden

Warum es die App gibt

Wer eine Tour über mehrere Pässe fährt, kennt das Problem: Karten-Apps sind fürs Navigieren gemacht, nicht fürs Planen. Man tippt die Ziele einzeln ein, verliert die Übersicht – und am Ende des Jahres weiss man gar nicht mehr, welche Strecken man eigentlich gefahren ist.

Genau diese Lücke füllt Road4Trip. Die App plant die Route, übergibt sie ans Navi und erinnert daran, wo man schon war. Das eigentliche Navigieren überlässt sie Apple und Google Maps – die können das einfach besser.

Vier Sprachen

Road4Trip spricht Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Die App folgt der Sprache des iPhones, umstellen lässt sie sich jederzeit in den Einstellungen. Datum, Zeit und Zahlen richten sich mit – Kilometer bleiben Kilometer.

So sieht sie aus

Sechs Ansichten aus der App – die Routenliste, eine Tour im Detail, die Planung, die History, der Jahresrückblick und die Einstellungen.

Routenliste mit Gotthard nach Tessin, Bodensee entlang, Sustenpass-Runde, Jura-Schlaufe und Grimsel und Furka, je mit Stopps, Kilometern und Fahrzeit
RoutenAlle Touren mit Stopps, Kilometern und Fahrzeit; gefahrene sind abgehakt
Route Gotthard nach Tessin mit Karte und den Stopps Altdorf als Start, Gotthardpass, Bellinzona und Locarno als Ziel
DetailKarte mit echtem Streckenverlauf, Start und Ziel beschriftet
Planung mit den anstehenden Touren Grimsel und Furka in drei Tagen sowie Jura-Schlaufe in elf Tagen
PlanungAnstehende Fahrten mit Datum, Uhrzeit und «in X Tagen»
History mit Statistik über drei gefahrene Touren, 370 Kilometer, 6 Stunden 48 Minuten und den bewerteten Fahrten
HistoryGefahrene Touren mit Bewertung, dazu die Kennzahlen
Jahresrückblick mit allen Touren des Jahres farbig auf einer Schweizer Karte und der Statistik darunter
JahresrückblickAlle Touren eines Jahres auf einer Karte
Einstellungen mit Darstellung, Sprache, Standard-Verkehrsmittel, bevorzugter Karten-App, Zuhause und dem Bereich Synchronisierung
EinstellungenDarstellung, Sprache, Zuhause und der Stand der Synchronisierung

Was die App kann

📍

Routen mit mehreren Stopps

Orte über die Suche hinzufügen, die Reihenfolge per Ziehen ändern. Die Route erscheint auf der Karte mit dem echten Streckenverlauf, der tatsächlichen Fahrdistanz und der geschätzten Fahrzeit.

🚩

Start und Ziel im Blick

Der erste Stopp ist der Start, der letzte das Ziel – beide sind in der Liste beschriftet, alles dazwischen sind Zwischenstopps. Wer meistens am selben Ort losfährt, hinterlegt ein Zuhause und setzt es mit einem Tipp als Start ein. Beim Abfahren wird der Start an die Karten-App übergeben, damit die gefahrene Strecke mit den angezeigten Kilometern übereinstimmt. Wer spontan von unterwegs losfahren will, stellt die Route auf «Losfahren ab: Aktuellem Standort».

📱

Widget für den Home-Bildschirm

Die nächste geplante Tour immer im Blick: Name, wie viele Tage es noch sind, Verkehrsmittel und Kilometer. Ein Tipp öffnet die App. Es gibt das Widget in zwei Grössen für den Home-Bildschirm und in zwei Formen für den Sperrbildschirm – so sieht man die nächste Fahrt, ohne das iPhone zu entsperren. Es aktualisiert sich, sobald sich am Plan etwas ändert.

💾

Sicherung

Road4Trip sichert Routen, Stopps, Notizen, Bewertungen und die History – automatisch täglich, wöchentlich oder monatlich, oder jederzeit von Hand. Ob die Fotos mitgehen, entscheidet ein Schalter. Die letzten fünf Stände bleiben erhalten und lassen sich einzeln wiederherstellen. Seit Version 1.3 landen sie automatisch im Ordner «Road4Trip» im iCloud Drive – damit überstehen sie auch ein verlorenes oder kaputtes iPhone.

🏍️

Passend zum Fahrzeug

Auto, Motorrad, Roller, Velo oder zu Fuss – die Wahl bestimmt, wie gerechnet und übergeben wird. Velo und zu Fuss führen über andere Wege und ergeben andere Kilometer und Zeiten.

🧭

Direkt losfahren

Ein Tipp übergibt die komplette Route samt Start und Zwischenzielen an Apple Maps oder Google Maps. Welche App zuoberst steht, legt man selbst fest. Per Kurzbefehl geht es auch über die Sprachassistenz.

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Vorschläge entlang der Route

Tankstellen, Restaurants, Cafés und Parks in der Nähe der geplanten Strecke – mit einem Tipp als Zwischenstopp an der passenden Stelle eingefügt.

📅

Fahrten planen

Datum und Uhrzeit setzen und alle anstehenden Touren mit «in X Tagen» und Kilometern im Blick behalten.

📔

Reisetagebuch statt Liste

Gefahrene Touren abhaken, mit Fotos versehen, bewerten und kommentieren. Dazu Gesamtkilometer und -fahrzeit, Schnitt pro Tour, längste Tour und die Aufteilung nach Verkehrsmittel.

🗓️

Jahresrückblick

Alle Touren eines Jahres auf einer Karte, dazu die Kennzahlen der Saison – gefahrene Kilometer, Zeit unterwegs, Anzahl Touren und die längste Fahrt.

🔁

GPX-Import und -Export

Austausch mit Komoot, Calimoto, Kurviger und allem anderen, was GPX versteht – Routen kommen rein und gehen wieder raus.

✨

Komfort im Detail

Route duplizieren oder als Rückweg umkehren, Liste durchsuchen und sortieren, heller und dunkler Modus, ein Standard-Verkehrsmittel für neue Routen. Hilfe und Datenschutzerklärung stehen in der App und zusätzlich öffentlich im Netz – in allen vier Sprachen. Seit Version 2.2 lässt sich die App auch quer halten; die Karten werden dann flacher, damit darunter Platz für Distanz, Fahrzeit und Stopps bleibt.

🔄

Auf allen Geräten

Routen, Stopps und die History erscheinen überall, wo man mit derselben Apple-ID angemeldet ist – auf dem iPhone geplant, auf dem iPad weiterbearbeitet. Bilder bleiben standardmässig auf dem Gerät, weil sie gegen den iCloud-Speicher zählen; ein Schalter in den Einstellungen ändert das. Seit Version 2.1.1 steht in den Einstellungen nicht mehr bloss «Aktiv», sondern wann zuletzt wirklich etwas mit der iCloud ausgetauscht wurde – und ein Knopf prüft es sofort nach.

👥

Touren teilen und gemeinsam planen

Eine Route öffnen, «Mit anderen planen» antippen – wer die Einladung annimmt, findet die Tour unter «Mit mir geteilt». Alle dürfen Zwischenstopps vorschlagen und darüber abstimmen. Und wenn man sich unterwegs treffen will, schlägt Road4Trip einen Treffpunkt auf halbem Weg vor.

⌚

Am Handgelenk

Die App gibt es auch für die Apple Watch: die nächste geplante Tour mit Datum und Kilometern, eine Komplikation fürs Zifferblatt und Abhaken direkt an der Uhr. Ein Tipp schickt die Fahrt ans iPhone.

🗓️

Im Kalender

Eine geplante Tour lässt sich mit einem Tipp als Termin eintragen – dort, wo man ohnehin nachschaut.

🥾

Wandern mit Höhenmetern

Beim Wandern sagt die Distanz wenig: «12 km» kann eine Stunde oder einen Tag bedeuten, «12 km, 800 hm» ist eindeutig. Die Höhendaten kommen von swisstopo und werden entlang der tatsächlich berechneten Strecke abgefragt, nicht entlang der Luftlinie – daraus ergibt sich die Gehzeit nach der Schweizer Wanderzeitformel. Ausserhalb der Schweiz erscheinen keine Höhenmeter, dafür auch keine falschen.

🌦️

Wetter entlang der Route

Eine Tour wird geplant, bevor sie gefahren wird – und genau dann ist «regnet es am Sonntag am Gotthard» die entscheidende Frage. Hat die Tour ein Datum in den nächsten zehn Tagen, zeigt die App das Wetter für den geplanten Zeitpunkt: am Start, am Ziel und unterwegs. Regnet es irgendwo auf der Strecke, steht das zuoberst.

🛰️

Gemeinsam unterwegs

Teilt ihr eine Tour, könnt ihr während der Fahrt euren Standort miteinander teilen – so findet man sich am Pass oder nach einem Halt wieder. Gespeichert wird dabei immer nur der letzte Standort, nie eine Strecke: Ein Bewegungsprofil kann gar nicht erst entstehen. Schaltest du aus, ist dein Standort sofort weg, spätestens nach 30 Minuten von selbst.

👁️

Bedienbar, auch wenn es harzt

Die Karte in einer Tour lässt sich antippen und im Vollbild bewegen, Fotos öffnen sich gross mit Blättern und Zoom, und «Mit anderen planen» steht sichtbar in der Tour statt versteckt im Menü. Dazu deutlich bessere Unterstützung für VoiceOver und grosse Schriften – und wenn doch etwas schiefgeht, sagt die App neu, was.

🔒

Kein Konto, kein fremder Server

Es gibt keine Anmeldung und keinen Server von mir. Seit Version 2.0 laufen Abgleich und Teilen über deine eigene iCloud – die Daten bleiben damit bei dir und bei Apple, ich sehe sie nie. Keine Werbung, keine Tracker.

🗺️

Echte Fahrdistanz

Die Kilometer kommen von Apples Routendienst, nicht aus der Luftlinie. Ohne Netz wird geschätzt – dann sichtbar mit «ca.» gekennzeichnet.

Was dabei interessant war

Ein paar Sachen, die ich beim Bauen gelernt habe.

Luftlinie ist keine Distanz

Die erste Fassung rechnete den Abstand zwischen den Stopps einfach geometrisch – naheliegend und falsch. Bei der Sustenpass-Runde zeigte sie 55 Kilometer, tatsächlich sind es 113. Über alle Testrouten hinweg lag die Schätzung fast 60 Prozent zu tief, weil sich Bergstrassen nun einmal in Kurven den Hang hochziehen. Jetzt rechnet die App über Apples Routendienst die echte Fahrstrecke.

55 kmgeschätzt (Luftlinie)
113 kmtatsächlich gefahren
~60 %zu tief über alle Testrouten

Zwei Bauteile, zwei Meinungen

Ein Fehler, der lange unbemerkt blieb, weil beide Seiten für sich genommen richtig aussahen: Die Streckenberechnung ging vom ersten Stopp aus, die Übergabe an die Karten-App liess die Startadresse jedoch weg – wodurch diese am aktuellen Standort begann. Wer nicht zufällig beim ersten Stopp stand, fuhr eine andere Strecke, als die App auswies. Sichtbar wurde es erst, als jemand fragte, wo man denn den Startort eingebe. Die Lehre: Eine Annahme, die zwei Komponenten unabhängig voneinander treffen, gehört ausgeschrieben – heute steht in der Liste ausdrücklich «Start» und «Ziel».

Eine Berechtigung, die mehr einschaltet als gedacht

Für die Sicherung in iCloud Drive braucht die App die iCloud-Berechtigung. Sobald sie im Programm steht, versucht das Datenbank-Framework von sich aus, eine Synchronisierung über CloudKit aufzusetzen – ungefragt. Deren Bedingungen erfüllte das Datenmodell nicht, die Datenbank liess sich nicht mehr öffnen, und die App startete nicht. Der Build war schon bei den Testern, bevor es auffiel.

Die Ursache stand im Klartext in der Konsole des Simulators; gefunden war sie in Minuten, vermutet hatte ich sie an ganz anderer Stelle. Beim Suchen kam ein zweiter Fehler zum Vorschein, der noch nicht zugeschlagen hatte: Die Fotos wären beim Verschieben der Datenbank verloren gegangen, weil sie in einem versteckten Ordner daneben liegen. Zwei Fehler, ein Nachmittag – und seither zwei Absätze mehr in der Projektdokumentation.

Der Prüfbericht kennt kein «Apple»

Ein Build wurde automatisch abgewiesen, weil in der Beschreibung des Sprachbefehls das Wort «Apple» vorkam – in App-Intent-Texten sind Markennamen nicht erlaubt. Eine Zeile Text, ein neuer Build. Solche Regeln stehen selten dort, wo man sie sucht.

Ein undokumentiertes Detail, am Gerät geprüft

Ob Apple Maps beim Übergeben einer Route wirklich alle Zwischenstopps übernimmt, ist von Apple nicht dokumentiert und liess sich im Simulator nicht abschliessend prüfen. Statt es einfach zu behaupten, blieb es ein offener Punkt – bis der Test auf echter Hardware über TestFlight ihn bestätigte: Eine Route über drei Orte kommt vollständig und in der richtigen Reihenfolge in Apple Maps an.

Das Icon ist Code

Statt einer Bilddatei erzeugt ein kleines Swift-Programm mit CoreGraphics die kurvige Strasse vor dem Abendhimmel – die Strassenbreite verjüngt sich perspektivisch entlang einer Bézier-Kurve. Farben und Form ändert man an einer Stelle und rendert neu.

Ausgeliefert ohne angeschlossenes Gerät

Entwickelt und veröffentlicht wurde remote, ohne iPhone am Mac. Weil Apples automatische Signierung ohne registriertes Gerät kein Profil ausstellt, läuft die Auslieferung über manuelle Signierung und die App-Store-Connect-API – vom Zertifikat über den Upload bis zur Freigabe.

Teilen war als Kleinigkeit geplant

Für Version 2.0 sollten sich Touren mit anderen teilen lassen. Apple bringt dafür etwas Fertiges mit, also stand es als kleiner Punkt auf der Liste. Beim Nachlesen kam heraus: Das Datenbank-Framework, auf dem die App aufbaut, spiegelt ausschliesslich den privaten Bereich der iCloud und kennt Freigaben schlicht nicht.

Damit standen zwei Wege offen – die gesamte Speicherung auf ein älteres Framework umbauen, oder eine eigene Schicht fürs Teilen daneben legen. Es wurde die zweite: Die App behält ihre Speicherung, das Teilen bekommt eigene Datensätze in einem eigenen Bereich. Der Aufwand lag um ein Vielfaches über meiner Schätzung. Immerhin ist es vor der ersten Zeile Code aufgefallen und nicht mittendrin.

Ein Framework, das rät statt zuzuordnen

Fotos sollten sich getrennt von den Routen synchronisieren lassen – ein eigener Schalter, weil Bilder gegen den iCloud-Speicher zählen. Das Framework schaltet die Synchronisierung aber pro Speicher, also bekamen die Bilder einen eigenen: zwei Konfigurationen in einem Behälter, eigentlich ein Lehrbuchfall.

Beim Nachmessen zeigte sich, dass ein solcher Behälter neue Objekte gar nicht nach ihrem Typ zuordnet, sondern einfach in der zuletzt genannten Konfiguration ablegt. Weil der Bilder-Speicher hinten stand, landete dort jede neue Route – und das Programm brach ab. Die App wäre beim Anlegen der allerersten Route abgestürzt, und dieser Build lag zu dem Zeitpunkt bereits bei Apple.

Zwei Dinge daran fand ich lehrreicher als den Fehler selbst. Erstens war er in meinen Tests unsichtbar: Die legten alle Typen in eine Konfiguration im Arbeitsspeicher, und dort kann die Zuordnung gar nicht danebengehen – geprüft wurde also die bequeme Fassung, nicht die echte. Zweitens liess sich die Ursache erst in einem kleinen Beispielprojekt ausserhalb der App festnageln; darin kam auch heraus, dass Umsortieren nichts bringt, sondern den Absturz bloss auf die Fotos verschiebt. Der Ausweg sind zwei getrennte Behälter. Die Einreichung habe ich zurückgezogen, bevor die Prüfung anlief – der neue Build ging am selben Tag hinaus.

Ein Netz, das man nicht misst, ist keines

Bevor 2.0 die Daten auf die neue Struktur umzieht, legt die App ungefragt eine vollständige Sicherung an – das Netz für den Fall, dass beim Umzug etwas schiefgeht. Beim Nachmessen war diese Sicherung 1,5 Kilobyte gross statt der erwarteten 6 Megabyte: Sie las bereits den neuen Ablageort, an dem noch gar nichts lag. Ausgerechnet die Fotos, für die es das Netz gibt, wären nicht drin gewesen. Seither wird die Grösse bei jeder Sicherung mitgeprüft.

1,5 KBtatsächlich gesichert
6 MBhätten es sein müssen

Das Schema, das niemand geschrieben hatte

Nach der Freigabe von 2.0 zeigte sich, dass die Synchronisierung bei niemandem lief – lautlos, ohne eine einzige Fehlermeldung. Der Code war vollständig. Aber die iCloud trennt eine Entwicklungs- von einer Produktionsumgebung, und in der Produktion muss die Struktur der Daten vorher stehen; anlegen darf sie sich dort nicht selbst. Entstanden wäre sie beim Lauf eines Entwicklungs-Builds – wozu ein registriertes Gerät gehört, und dieses Projekt habe ich bewusst ohne eines gebaut.

Gelöst über ein Kommandozeilenwerkzeug von Apple. Dabei kam heraus, dass die Entwicklungsumgebung die Struktur längst trug, nur veraltet: Ein Datensatztyp fehlte ganz, ein Feld fehlte, weil die zugehörige Eigenschaft nie einen Wert bekommen hatte, als die Struktur entstand. Dass sich die Zuordnung am vorhandenen Stand ablesen liess statt raten zu müssen, machte den Unterschied zwischen einer sicheren Ergänzung und einem Ratespiel.

Eine App, die schweigt, wenn sie scheitert

In den Einstellungen stand «Aktiv», sobald sich der Speicher mit der iCloud öffnen liess. Ob je ein Datensatz ankommt, wusste die App nicht – und konnte es so auch gar nicht wissen. Dreimal ging deshalb dasselbe schief: Ein Feld oder ein Datensatztyp fehlte in der Produktion, der Abgleich stand still, und die Anzeige behauptete unbeirrt, alles laufe. Beim ersten Mal drei Tage, beim zweiten zehn – beim dritten Mal war eine ganze Funktion drei Wochen lang bei allen Nutzern tot, ohne dass es irgendwo auffiel.

Bemerkenswert daran finde ich nicht den Fehler, sondern warum er unsichtbar blieb. Ein fehlendes Zertifikat bricht den Export, eine fehlende Berechtigung bricht den Build – beides merkt man sofort. Eine fehlende Datenstruktur bricht gar nichts: In der Entwicklung funktioniert alles, denn dort legt die iCloud neue Typen beim ersten Schreiben selbst an. In der Produktion nie. Der Unterschied zeigt sich erst bei Leuten, die einem nichts davon erzählen.

Zwei Dinge kamen als Antwort dazu. Die App zeigt jetzt einen Zeitstempel statt eines Zustands: «Zuletzt abgeglichen vor fünf Minuten» lässt sich nachprüfen, «Aktiv» ist bloss eine Behauptung. Und vor jedem Upload vergleicht ein kleines Skript beide Umgebungen – dieselbe Prüfung, die an jedem einzelnen dieser Tage zwei Sekunden gebraucht hätte.

3 Wochentote Funktion, unbemerkt
2 Sek.hätte die Prüfung gedauert
38 → 133automatische Prüfungen seither

Ein Rädchen, das sich für immer dreht

Beim Wetter entlang der Route lief die erste Fassung genau in die Falle, die zwei Versionen zuvor beseitigt worden war. Sie fragte bis zu fünf Orte nacheinander ab, ohne Zeitlimit, und die Ansicht kannte nur zwei Zustände: «lädt» und «fertig». Hing ein Aufruf, stand «Wetter wird geholt …» notfalls für immer da. Ein Ladebalken ohne Ende ist schlimmer als eine Fehlermeldung – er behauptet, es ginge gleich weiter. Behoben mit gleichzeitigen Abrufen, einem Zeitlimit und einem dritten Zustand: gescheitert, mit Begründung.

Technisch

Bewusst ohne eigenen Server gebaut. Bis Version 1.3 verliessen die Daten das Gerät gar nicht; seit 2.0 laufen Abgleich und Teilen über die iCloud des Nutzers. In beiden Fällen gibt es keine Infrastruktur von mir – das hält die Datenschutzerklärung ehrlich kurz und verursacht keine laufenden Kosten.

Oberfläche
SwiftUI, durchgehend deklarativ
Speicherung
SwiftData in zwei getrennten Behältern (Routen, Bilder); Fotos als externe Anhänge, nicht in der Datenbank. Seit 2.2.1 wird ein vorhandener Bestand nie durch einen leeren ersetzt, auch wenn er sich einmal nicht öffnen lässt
Abgleich
CloudKit über die private Datenbank des Nutzers, Bilder in einem eigenen Speicher
Teilen
eigene CloudKit-Schicht mit CKShare in einer eigenen Zone
Uhr
eigenständige watchOS-App samt Komplikation fürs Zifferblatt
Karten und Suche
MapKit (MKLocalSearch, MKDirections)
Höhenmeter
Profilschnittstelle von swisstopo, Umrechnung WGS84 → LV95 im Code
Wetter
WeatherKit, gedeckelt auf fünf Abrufe je Route
Live-Standort
CoreLocation im Hintergrund, ein einziger CloudKit-Satz je Teilnehmer
Navigation
Übergabe per URL-Schema an Apple Maps und Google Maps
Sprachassistenz
App Intents mit AppShortcutsProvider
Widget
WidgetKit, Datenaustausch über eine App-Group
Sprachen
String-Katalog für Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch
Sicherung
iCloud Drive über den Dateien-Container der App
Datenaustausch
GPX über XMLParser, Teilen per ShareLink und fileImporter
Projektdatei
aus YAML erzeugt (XcodeGen), damit sie versionierbar bleibt
Auslieferung
App Store Connect API, Signierung und Upload skriptgesteuert
Diagnose
os.Logger je Bereich; ein Vorflug-Skript prüft vor jedem Upload beide CloudKit-Umgebungen
Plattform
iOS 17 und neuer, im Hoch- und Querformat

Wie es weitergeht

Version 1.0 ging im Juli 2026 live und wurde von Apple im ersten Anlauf ohne Beanstandung freigegeben. Seither ist die App in kleinen Schritten gewachsen – bis Mitte September 2026 auf zwölf Versionen im App Store. Erhältlich ist sie in 148 Ländern, in vier Sprachen, gratis und ohne Werbung.

1.0 · 21.07.2026
Planen, abfahren, festhalten
1.1 · 24.07.2026
Verkehrsmittel, Fahrzeit, Statistik, Einstellungen
1.2 · 30.07.2026
Fotos, Jahresrückblick, GPX, Sprachbefehl, Vorschläge
1.2.1 · 31.07.2026
Start und Ziel, «Losfahren ab», Zuhause
1.2.3 · 09.08.2026
Vier Sprachen, Sicherung
1.3 · 12.08.2026
Widget für Home- und Sperrbildschirm, Sicherung in iCloud Drive
2.0 · 19.08.2026
Abgleich über alle Geräte, Touren teilen und gemeinsam planen, Apple-Watch-App, Kalendereintrag
2.0.1 · 20.08.2026
Kleinere Fehlerbehebungen
2.0.2 · 22.08.2026
Wandern als eigene Kategorie, Höhenmeter über swisstopo
2.1.1 · 04.09.2026
Live-Standort in der Gruppe, Wetter entlang der Route, ehrliche Sync-Anzeige, Barrierefreiheit
2.2 · 14.09.2026
Querformat: Die App dreht mit, Karten werden quer flacher
2.2.1 · 18.09.2026
Hotfix für iOS 27: Datenspeicher öffnet wieder zuverlässig, kein leerer Bestand mehr

Aktuell: Version 2.2.1

Mit 2.2 lässt sich Road4Trip auch quer halten. Die Karten werden dann flacher, damit darunter Platz für Distanz, Fahrzeit und Stopps bleibt.

Vier Tage später kam 2.2.1 als Hotfix für iOS 27. Dort liess sich der Datenspeicher manchmal nicht öffnen: Die App stürzte beim Start ab oder zeigte einen leeren Bestand, obwohl nichts gelöscht war. Beides ist behoben. Die Touren werden nie mehr durch einen leeren Speicher ersetzt – lässt sich der Bestand einmal nicht öffnen, sagt die App das deutlich, rührt die vorhandenen Daten nicht an, und beim nächsten Start ist alles wieder da.

Davor brachte 2.1.1 die grösste Überarbeitung seit dem Start: Wer eine Tour teilt, sieht die anderen während der Fahrt auf der Karte. Dazu das Wetter entlang der Strecke, eine Synchronisierung, die sagt wann statt bloss aktiv, und Barrierefreiheit an über zwanzig statt an einer Stelle.

Mitgewachsen ist auch das, was man nicht sieht: Die automatischen Prüfungen gingen von 38 auf 133. Sie decken auffällig oft genau das ab, was vorher einmal Tage gekostet hat.

Was als Nächstes kommt, steht bewusst noch nicht fest.

Häufige Fragen

Wo kann ich die App herunterladen?
Im App Store, gratis und ohne Werbung: Road4Trip laden → Vorausgesetzt ist ein iPhone mit iOS 17 oder neuer.
Navigiert die App selbst?
Nein, bewusst nicht. Sie plant die Route und übergibt sie an Apple Maps oder Google Maps. Die machen das Navigieren seit Jahren gut – da muss ich nichts nachbauen.
Was passiert mit meinen Daten?
Es gibt kein Benutzerkonto und keinen Server von mir. Bis Version 1.3 blieb alles auf dem iPhone; seit 2.0 gleicht die App über deine eigene iCloud ab, damit die Routen auf allen deinen Geräten stehen. Die Daten liegen damit bei dir und bei Apple – ich bekomme sie nie zu sehen. Fotos gehen nur mit, wenn du den Schalter dafür umlegst. Auch der Live-Standort in einer Gruppenfahrt läuft über eure iCloud: Gespeichert wird immer nur die aktuelle Position, überschrieben statt aneinandergereiht – eine Strecke entsteht gar nicht erst. Keine Werbung, keine Tracker. Nachzulesen in der Datenschutzerklärung.
In welchen Sprachen gibt es die App?
Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Die App folgt der Sprache des iPhones und lässt sich jederzeit in den Einstellungen umstellen.
Kann ich meine Touren sichern?
Ja. Routen, Stopps, Notizen, Bewertungen und die History werden automatisch täglich, wöchentlich oder monatlich gesichert – oder jederzeit von Hand. Ob die Fotos mitgehen, entscheidet ein Schalter. Seit Version 1.3 landen die letzten fünf Stände im Ordner «Road4Trip» im iCloud Drive und überstehen damit auch ein verlorenes oder kaputtes iPhone; wiederherstellen lässt sich jeder Stand einzeln. Die Sicherung ist etwas anderes als der Abgleich: Sie holt einen früheren Stand zurück, während die Synchronisierung seit Version 2.0 dafür sorgt, dass alle Geräte denselben aktuellen Stand zeigen.
Muss ich für die Synchronisierung ein Konto anlegen?
Nein. Die App nutzt die iCloud, bei der du auf dem iPhone ohnehin angemeldet bist – ein eigenes Konto gibt es bei Road4Trip nicht. Bilder bleiben standardmässig auf dem Gerät, weil sie gegen deinen iCloud-Speicher zählen; ein Schalter in den Einstellungen nimmt sie mit.
Wie funktioniert das Teilen einer Tour?
Route öffnen, «Mit anderen planen» antippen und die Einladung verschicken. Wer sie annimmt, findet die Tour unter «Mit mir geteilt». Alle Beteiligten können Zwischenstopps vorschlagen und darüber abstimmen; für ein gemeinsames Treffen schlägt die App einen Punkt auf halbem Weg vor.
Sehen die anderen, wo ich gerade bin?
Nur wenn du es einschaltest, nur innerhalb einer geteilten Tour und nur so lange, wie du willst. Die App speichert dabei ausschliesslich deinen letzten Standort und überschreibt ihn – es entsteht keine Spur und kein Bewegungsprofil. Schaltest du aus, ist der Standort sofort weg; passiert das nicht, verschwindet er spätestens nach 30 Minuten von selbst.
Woher kommt das Wetter?
Von Apples Wetterdienst, abgefragt für den Zeitpunkt, an dem du die Tour geplant hast – nicht für jetzt. Das geht für Touren mit Datum in den nächsten zehn Tagen, gezeigt werden Start, Ziel und Punkte unterwegs. Regnet es irgendwo auf der Strecke, steht das zuoberst.
Gibt es die App auch für die Apple Watch?
Ja, seit Version 2.0. Auf der Uhr stehen die nächste geplante Tour mit Datum und Kilometern sowie eine Komplikation fürs Zifferblatt; abhaken lässt sich eine Fahrt direkt dort, und ein Tipp schickt sie ans iPhone.
Wo finde ich Hilfe?
Direkt in der App unter «Hilfe und Kontakt» oder öffentlich auf der Support-Seite – ebenfalls in allen vier Sprachen.
Gibt es das auch für Android?
Aktuell nicht. Die App ist für iOS 17 und neuer gebaut.
Wer steckt dahinter?
Ich, Ueli Bernhard aus dem Emmental. Road4Trip ist meine erste eigene iPhone-App – vorher hatte ich mit Swift und iOS nichts zu tun. Gebaut mit viel Try-and-Error und Hilfe von KI-Tools; die Entscheidungen und das Testen bleiben bei mir.